Notfallkoffer - gefüllte Notfallkoffer z.B. nach DIN 13232 und die Alternativen

Die nachfolgende Seite wird Ihnen einen Überblick über verschiedene Arten von Notfallkoffern, sowie deren Befüllung und Stücklisten geben.

Notfallkoffer - gefüllt nach DIN 13232 Notfallkoffer Arztpraxis

Einführung - Notfallkoffer sind mobile Aufbewahrungsbehältnisse umd eine medizinische Erstausrüstung übersichtlich und thematisch sortiert jederzeit parat zu haben, um in Notfallsituationen eine erste medizinische Versorgung durchführen zu können.

Art und Umfang des Inhalts eines Notfallkoffers richten sich nach unterschiedlichen Faktoren:

Die Art bzw. Beschaffenheit des Notfallkoffers hängt davon ab, welche örtlichen Gegenbeheiten zu berücksichtigen sind, wie:

Dementsprechend gibt es zunächst unterschiedliche Ausführungen hinsichtlich des Materials und der Konstruktion:

Alternativen zu klassischen Notfallkoffern:

Notfallrucksack Trolley

und natürlich gehören noch unsere Normen zur Vollständigkeit der Aufzählung. Wichtig: Normen beziehen sich immer auf den Inhalt. Das Aufbewahrungsbehältlnis ist in den meisten Fällen nicht vorgegeben, somit können immer auch individuelle Gegebenheiten berücksichtigt werden. Aber zunächst mal eine Lister der möglichen Normen

DIN Normen für die Bestückung einer Notfallkoffers (oder einer entsprechenden Alternative):

Kunststoffkoffer für Betriebliche Erste Hilfe mit Wandhalterung

Wie Sie erkennen ist die Übersicht der maßgeblichen DIN Stücklisten nicht umfassend für den ärztlichen Gebrauch geeignet. Das weite Feld der betrieblichen Ersten Hilfe wird oft mit Kunststoff-Koffern mit Wandhalterung abgedeckt, da hier oft größere Mengen aufgrund arbeitsschutzrechtlicher Bestimmungen verteilt werden müssen, wobei die Einsatzhäufigkeit nicht immer sehr hoch ist. Ähnlich sieht es mit den sog. "Verbandkästen" für Fahrzeuge aus. Auch dieser ist vorgeschrieben. Die Sonderfälle für Sanitätsdienst und Feuerwehr sind ebenfalls nur bedingt hilfreich. Sollten Sie eine Arztpraxis oder klinische Einrichtung betreiben sind für Sie eigentlich nur zwei DIN Normen maßgeblich. Zunächst ist eine Arztpraxis auch ein Betrieb für den dieselben Arbeitsschutzrechte gelten wie in allen anderen Branchen auch. Hier sind also ebenfalls Behältnisse mit DIN 13157 bzw. DIN 13169 Füllungen vorzuhalten, auch wenn dies lokal nicht zwingend durch Berufsgenossenschaften oder der Gewerbeausicht nachgeprüft bzw. durchgesetzt wird, da man davon ausgehen kann, dass ausreichend Erste Hilfe Material vorhanden sind. Allerdings gelten nach den Buchstaben des Gesetzes auch hier keine Ausnahmen! Zudem mit den DIN Füllungen auch Laien in die Lage versetzt werden sollen jederzeit und überall Erste Hilfe leisten zu können!

Bleibt die DIN 13232 - die gleichzeitig auch die umfangreichste Füllung für Notfallkoffer darstellt. Zwar gibt es keinen gesetzliche Regelung die Ihnen, z.B. als Praxisinhaber vorschreibt exakt die DIN vorzuhalten, aber als Leitfaden bzw. Orientierung ist diese sicherlich sinnvoll. Zudem ist man gerade beim Erfüllen sonstiger Auflagen oder bei der Errichtung eines Qualitätsmanagents hilfreich eine normative Grundlage für die eigene Notfallvorsorge zu rate ziehen zu können. Zudem lieben Auditoren und andere Aufsichtsorgane normative Lösungen.

Aber: im ärzlichen Bereich gilt die sog. "Therapiefreiheit", was Ihnen als Mediziner natürlich erheblichen Spielraum beim Umfang, Art und Ausrichtung der Notfallausrüstung erlaubt. Zudem ist zu berücksichtigen, dass nicht zuletzt auch aus rechtlichen Überlegungen immer nur die Ausrüstung auch vorgehalten werden sollte, die für die am höchsten qualifizierten Anwender geeignet ist und deren resultierende Maßnahmen auch sicher beherrscht werden. So ist es also z.B. wenig sinnvoll, eine umfangreiche Atemwegssicherung mittels endotrachealer Intubation vorzuhalten, wenn Sie diese Maßnahme nicht sicher beherrschen und regelmäßig trainieren können. Für solche und ähnliche Fälle gibt es zahlreiche Alternativen die in der Anwendung sicher und einfach sind und den entsprechenden Bereich sicher abdecken.

Daher haben sich mit der Zeit unterschiedliche Varianten der Füllung für Notfallkoffer entwickelt, um eben unterschiedlichen Bedürfnissen bei der Tiefe der Ausrüstung Rechnung tragen zu können, z.B.:

Nicht zuletzt ist es auch möglich sich eine ganz eigene Füllung zusammen zustellen.

Medikamentenliste für Notfallkoffer

Auch immer wieder gefragt wird nach der Bestückung des Notfallkoffers mit Notfallmedikamenten. In der DIN 13232 wird nicht auf konkrete Medikamente eingegangen, sondern lediglich darauf verwiesen, welche Anwendungsgruppen abgedeckt werden sollten. Auch hier gilt natürlich die örtlichen Gegengebenheiten zu berücksichtigen. Eine Klinik mit angeschlossener Anästhesieabteilung wird natürlich alle gängigen Präparate aus dem Instrumentarium der Notfallmedizin vorhalten - ebenso der mobile Notarztdienst auf entsprechenden Rettungsmitteln. In der Arztpraxis jedoch kann die Liste je nach Risikoprofil der Patienten, sowie der Sachkenntnis des Mediziners reduzierter Ausfallen, denn es macht auch hier keinen Sinn Medikamente vorzuhalten, welche man im Notfall nicht anwenden würde oder könnte. Auch hier gilt die Maxime der Therapiefreiheit bzw. dem Rahmen der fachlich höchstqualifizierten Anwederperson die bestimmt, welche Präparate zum Einsatz kommen. Zudem gilt zu berücksichtigen, dass bei der Notfallvorsorge in der Arztpraxis immer nur eine bestimmte Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes zu überbrücken sind, welcher weiterführende Medikamente ohnehin mitbringt. Daher ist ein Beschränkung auch im wirtschaftlichen Interesse des Betreibers.

Eine Auflistung infrage kommender Medikamente mit Handelsnamen können Sie hier als PDF herunterladen

Arzt- oder Bereichaftstasche

Der Notfallkoffer hat eine klare Abgrenzung zur Arzt- oder Bereitschaftstasche. Dieser ist mit seiner Füllung, Vorhaltung und Lagerung für Notfallereignisse eingerichtet. Jedoch benötigt man häufig eine praktische Alternative für den täglichen Routine-Einsatz. Die Bestückung einer Arzttasche erfolgt natürlich nach ganz anderen Erwägungen und fernab von spezifischen Vorschriften und Normen. Daher gilt es beide Einrichtungen auch nicht zu verwechseln oder zu vermischen. Oft kommen im Gegensatz zur Notfalltasche oder dem Notfallkoffer bei der Bereitschaftstasche gedecktere Farben und auch andere Aufteilungen zum Einsatz.

Hier finden Sie eine Auswahl attraktiver Arzttaschen

Bildressourcen:

Nachfolgend einige Abbildungen von Kunststoff Notfallkoffern von einfach bis robust:

Weitere Bilder:

Softcase Notfallkoffer - auch mit Halterung für Sauerstoff-Flaschen erhältlich:

 

Impressum:

MBS Medizintechnik GmbH, Gottfried-Stammler-Str. 12, 91220 Schnaittach

www.mbs-medizintechnik.com

Tel: 09126/ 30 20 500 Fax: 09126/ 30 20 470